Zum Inhalt:
Die einzelnen Höfe wurden von Mintrop nach den Grenzen der damaligen Honnschaften mit teilweise
doppelter Numerierung angegeben. Zur Vereinheitlichung wurden alle Höfe durchnumeriert, die Gruppierung
in Honnschaften aber beibehalten und die Lage der Höfe auf den jeweiligen Karten zur besseren Orientierung
eingezeichnet. Zusätzlich wurde die Adresse des Hofes entsprechend heutigem Stand hinter dem Titel angegeben.
Begonnen wird grundsätzlich mit einer exakten Abschrift1 des Original-Textes von Mintrop.
Bemerkungen des Bearbeiters oder inhaltliche Korrekturen -soweit sie durch die Kirchenbücher nachgewiesen wurden-
sind als Fußnoten bzw. in kursiver Schrift ausgedruckt.
Um die zahlreichen familiären Verflechtungen auch für den genealogischen Laien sichtbar zu machen,
wurden Mintrops Angaben in einer graphischen Übersicht dargestellt, jeweils zurückgeführt auf die Besitzer
bzw. Pächter des jeweiligen Hofes zur Zeit der Säkularisation (1803) mit ihrem Anschluß an die entsprechenden
Familienblätter2. Dazu wurden die genannten Heiraten unter der Nummer des Familienblattes -z.B.
444 - oder mit Angabe des Jahres und laufender Nummer -z.B. 1824/48 - anhand der (fast ausschließlich)
katholischen Kirchenbücher von Werden definiert.
Auswärtige Eheschließungen wurden wegen des hohen Aufwandes nicht weiter verfolgt und auch die Daten der
evangelischen Gemeinde Werden standen nur in Einzelfällen zur Verfügung.
Dank gilt Herrn Dipl. Ing. Ludger Zangs, welcher neben der Erlaubnis zur Veröffentlichung auch die
Original-Unterlagen und eine Übersetzung des Textes zur Verfügung stellte.
1 Zum besseren Verständnis wurden lediglich kleinere Änderungen in der Zeichensetzung vorgenommen.
2 die Kirchenbücher der katholischen Pfarrgemeinde sind verkartet, wobei die einzelnen Familien
unter einer bestimmten Familienblatt-Ziffer zusammengefaßt sind.
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Einleitung
Der Hof Barkhofen - im Süden von (Essen-) Werden gelegen - war der Oberhof aller, zu dem großen
Güterbestand der ehemaligen freien Reichabtei gehörenden Werdener Höfe.
Hier wurde Wilhelm Mintrop am 6. Januar 1839 als ältester Sohn des derzeitigen
Schulten-Ehepaares Wilhelm Mintrop und Gertrud Oberwalleney geboren. Er heiratete im Jahre 1867 Elisabeth
Lieverscheid, mit der er 15 Kinder hatte und übernahm seinerseits den Hof.
In Wilhelm Mintrop begegnen wir einem großen Mann, der nicht nur seinen Hof in herausragender Weise
durch die Zeit führte, sondern darüber hinaus in vielen politischen und sozialen Bereichen aktiv tätig war.
Besonders interessant ist sein großes schriftstellerisches Vermächtnis, welches kaum ein Thema außen
vor ließ. Er schrieb eine ausführliche Chronik zum Hof Barkhofen, Abhandlungen über Religion, Hexen- und
Aberglaube der Vorfahren, über Sitten und Gebräuche seiner Zeit, zu sozialen Strukturen des Bauernstandes
und Bergbaus, übersetzte Urkunden und Verträge und vieles mehr.
Besonders interessant ist seine Geschichte der Bauernhöfe, in welcher er auf seine bestimmte, manchmal
drastische Art die Verhältnisse von fast 100 Höfen in der näheren Umgebung, die genealogischen Abläufe,
familiären Verbindungen, Besitzwechsel und dergleichen für den Zeitraum 1814 -1914 niederschrieb.
Diesen Schatz einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, ist das Anliegen dieser Überarbeitung.
Essen, im März 2006
Franz Josef Schmitt
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